Frauenärztin erklärt: Müdigkeit während der Periode

Die Monatsblutung hat für jede Frau unterschiedliche Auswirkungen. Neben allgemeinem Unwohlsein, Krämpfen und Kopfschmerzen werden viele Frauen auch von einer starken Müdigkeit geplagt. Oft wird die Müdigkeit oder das Gefühl der Abgeschlagenheit als besonders schlimm wahrgenommen. Immer wieder wird behauptet, dass die Müdigkeit ein Nebeneffekt der anderen Symptome und Schmerzen sei. Für viele Frauen sind Krämpfe oder Kopfschmerzen aber nicht der Auslöser für Müdigkeit. In diesem Beitrag möchten wir daher genau betrachten, woher die Müdigkeit während der Periode kommt und wie Sie diese möglicherweise verhindern können.

Hormonhaushalt und Müdigkeit

Ausreichend geschlafen und dennoch müde? Während der Periode kennen viele Frauen dieses Problem. Wie bereits erwähnt, sind andere Symptome oder Schmerzen nicht als primärer Faktor für Müdigkeit zu betrachten. Es ist zwar durchaus richtig, dass starke Schmerzen über einen längeren Zeitraum für das Gefühl der Erschöpfung sorgen können, die starke Müdigkeit während der Monatsblutung lässt sich oft aber anders erklären.

Ein wichtiger Faktor für die Müdigkeit ist der Hormonhaushalt. Bekanntermaßen spielen die Hormone während der Periode ein wenig verrückt. Hormonschwankungen können großen Anteil an Müdigkeit haben. Besonders bei einem abfallenden Hormonspiegel schaltet der Körper in eine Art Ruhemodus, welcher von uns als Müdigkeit wahrgenommen wird. Der veränderte Hormonhaushalt kann während der Periode leider nicht beeinflusst werden. Den Auslöser hierfür kann man also nicht behandeln.

Eisenmangel führt zu Müdigkeit während der Periode

Besonders bei Frauen, die lange oder sehr starke Blutungen erleben, kann es zu einem Eisenmangel kommen. Im Rahmen der Blutung verliert der Körper das wertvolle Mineral. Diesen Verlust von Eisen auszugleichen ist mit der normalen Ernährung oft schwer. Ein kurzfristiger und vergleichsweise geringer Eisenmangel ist während der Periode nicht schlimm und wird im Anschluss durch eine ausgewogene Ernährung selbstständig gelöst. Problematisch wird es allerdings, wenn der Eisenmangel aufgrund einer langen oder starken Blutung verstärkt wird. Hinzu kommt möglicherweise noch falsche Ernährung mit zu wenig Nährstoffen. Jetzt kommt es zu diversen Symptomen, wie einem Gefühl der Abgeschlagenheit, Schwindel, blasser Haut oder Konzentrationsschwierigkeiten. Ein besonders ausgeprägtes Symptom ist zudem die Müdigkeit. Müdigkeit während der Periode kann oft auf einen Eisenmangel zurückgeführt werden.

Um die Müdigkeit zu vermeiden oder zu unterbinden, ist die Lösung bei einem Eisenmangel vergleichsweise simpel. Der Eisenmangel muss mit der Ernährung bzw. passenden Nahrungsergänzungsmitteln auf das korrekte Level gebracht werden. Es ist wichtig, dass Sie mit einem Frauenarzt sprechen, bevor Sie allein zu einem Produkt aus der Drogerie greifen. Eisen kann schnell überdosiert werden und sollte daher nicht ohne Empfehlung eingenommen werden.

Tipps gegen Müdigkeit während der Periode

Bei einer hormonellen Müdigkeit hilft kein Medikament. Daher haben wir noch einige Tipps für die allgemeine Müdigkeit während der Periode. Dabei sind die folgenden Empfehlungen kein Hexenwerk, sondern einfach wirksame Tipps gegen Müdigkeit:

  • Bewegung ist etwas, was unter Einfluss von Müdigkeit und gleichzeitigen Periodenschmerzen möglicherweise schwerfällt. Aus dem Bett aufzustehen ist häufig das Letzte, was man tun möchte. Dennoch hilft Bewegung dabei, Müdigkeit zu überwinden und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
  • Viel trinken ist immer wichtig. Aber besonders während der Periode hilft es, wenn Sie viel Wasser trinken. Die Betonung liegt dabei auf Wasser. Gezuckerte Getränke helfen möglicherweise kurz gegen die Müdigkeit, bewirken aber schnell das Gegenteil.

Ein Aspekt, der nicht direkt mit der Periode selbst zu tun hat, sind Schmerzmedikamente. Oft werden unterschiedliche Schmerzmittel eingenommen, um Krämpfe oder Kopfschmerzen zu lindern. Eine häufige Nebenwirkung ist dabei die Müdigkeit. Hier müssen Sie entscheiden, ob Sie die Schmerzen oder Nebenwirkungen in bestimmten Situationen möglicherweise auch ohne Schmerzmittel aushalten können. In der Regel hilft auch schon eine geringere Dosierung zu wählen, um die Müdigkeit zu verringern.

Frauenärztin in Düsseldorf

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