Die Scheidenflora während der Schwangerschaft

Scheidenflora während der Schwangerschaft

Eine gesunde Scheidenflora ist wichtig. Nur allzu oft vernachlässigen wir dies, und zerstören sie sogar durch die tägliche Hygiene. Denn Seife und Co beeinflussen den pH-Wert im weiblichen Intimbereich!

Für schwangere Frauen ist es besonders wichtig, eine gesunde Vaginalflora zu haben – denn ist diese außer Balance, können sich Bakterien ausbreiten. Das kann so weit gehen, dass eine Frühgeburt ausgelöst wird.

Scheideninfektionen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kann die Scheidenflora durch hormonelle Veränderungen aus dem Gleichgewicht geraten. Die körper­eigene Abwehr ist außerdem meist nicht so stark wie bei Nicht-Schwangeren. Dies kann zusätzlich das Wachstum schädlicher Keime begünstigen, die eine Entzündung hervorrufen. Die Entzündung kann zu einem verfrühten Blasensprung führen oder zur Folge haben, dass sich der Muttermund zu früh öffnet und Wehen verfrüht einsetzen. Auch können bei der Geburt Bakterien von der Mutter aufs Neugeborene übertragen werden und schwerwiegende Erkrankungen bis hin zur Sepsis verursachen.

Schwangere sollten den pH-Wert ihrer Vaginalflora testen

Um diese Risiken zu vermeiden, raten die Frauenärzte in Düsseldorf Schwangeren, durch einen Test den pH-Wert ihrer Vaginalflora regelmäßig zu überprüfen. Der pH-Test gibt Aufschluss darüber, wie säurehaltig die Scheidenflora ist. Ein niedriger pH-Wert, bedeutet dabei eine hohe Säurekonzen­tration, ein hoher pH-Wert demnach eine niedrige. Die normale Scheidenflora ist leicht sauer und schwankt um einen Wert von 3,8 und 4,4. Das liegt vorwiegend an den zahlreichen Milchsäurebakterien, die in den Schleimhäuten siedeln. Wenn der pH-Wert schwankt, zum Beispiel ansteigt oder abfällt, verändert sich damit der Säuregrad der Vagina und begünstigt das Wachstum krank machender Bakterien, die die „guten“ Bakterien verdrängen. Ein Test gibt also Aufschluss darüber, ob man sich im leicht sauren, „gesunden“ Spektrum befindet, oder nicht. Ein Wert von über 4,4 bedeutet meist, dass eine Infektion vorliegt. Um die Vaginalflora im Blick zu behalten, können sich Frauen eines Scheiden-pH-Tests für Zuhause bedienen oder diesen bei ihrem Frauenarzt oder ihrer Frauenärztin durchführen lassen.

Der pH-Selbsttest für Zuhause

Wenn man häufiger mit Infektionen zu kämpfen hat, empfiehlt sich der Selbsttest für Zuhause als gute Kontrollmöglichkeit. Die Selbsttests sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Wichtig ist eine korrekte Anwendung: der Messbereich des Teststreifens sollte behutsam an die hintere Scheidenwand gedrückt werden und gut durchfeuchtet werden. Solange er sich unter einem pH-Wert von 4,5 befindet, besteht normalerweise kein Grund zur Sorge. Bei höheren Werten sollte man ärztlichen Rat einholen. Beachten sollten die Anwenderinnen, dass kürzlicher Geschlechtsverkehr, die Verwendung von Intimsprays, sehr häufiges Duschen oder die Einnahme von Antibiotika das Testergebnis verfälschen können.  Sollten Symptome wie Jucken, Brennen oder Geruchsveränderungen auftreten, ist der Gang zum Gynäkologen oder der Gynäkologin Ihres Vertrauens unabdingbar. In der Praxis wird durch einen Abstrich genau bestimmt, welche Art von Infektion vorliegt und darauf abgestimmt eine Medikation verordnet.

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