Sterilisation der Frau: Die endgültige Verhütung

Sterilisation der Frau: Die endgültige Verhütung

In unserem Blog haben wir bereits über verschiedenste Verhütungsmethoden gesprochen. Dabei haben alle klassischen Methoden gemeinsam, dass die Verhütung nur temporär gewährleistet ist. Damit eine Schwangerschaft verhindert werden kann, muss die Pille regelmäßig eingenommen werden. Auch alternative Methoden, wie die Spirale müssen nach einiger Zeit gewechselt werden. Nachdem die Pille abgesetzt oder die Spirale entfernt wurde, ist eine Schwangerschaft wieder möglich. Entscheidet sich eine Frau für eine Sterilisation, sieht die Situation anders aus. Frauen, die niemals Kinder bekommen möchten, können sich für diese Form der Verhütung entscheiden. Die Sterilisation der Frau ist ein umstrittenes Thema. Es gibt diverse Kritiker und viele Falschinformationen. In diesem Beitrag möchten wir daher möglichst objektiv über die Sterilisation der Frau informieren.

Was passiert bei einer Sterilisation?

Die Sterilisation der Frau ist eine endgültige Verhütungsmethode, die eine entsprechende Operation bedingt. Hierbei werden die Eileiter elektrisch verödet, mit einem Clip verschlossen oder durchtrennt. Somit können die Eizellen nicht mehr zu den Spermien gelangen. Eine Schwangerschaft wird effektiv verhindert. Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt. Die Operation kann ambulant oder in einer Klinik vorgenommen werden. Nach circa 30 Minuten ist der Eingriff abgeschlossen. Für die Operation muss ein kleiner Schnitt am Bauch vorgenommen werden.

Wie sicher schützt die Sterilisation vor einer Schwangerschaft?

Die Versagerrate beträgt bei perfekter und typischer Anwendung 0 bis 0,5 Prozent. Damit schützt die Sterilisation sehr gut vor einer Schwangerschaft. Grundsätzlich kann man daher sagen, dass das Veröden und Durchtrennen der Eileiter mehr Sicherheit bietet. Auch die Kompetenz des behandelnden Arzt kann Einfluss auf die Sicherheit des Schutzes haben. In sehr seltenen Fällen können Fehler während dem Eingriff dazu führen, dass die Sterilisation nicht ausreichen wirksam ist.

Welche Vorteile bietet die Sterilisation für Frauen?

Der wohl offensichtliche Vorteil ist, dass Frauen sich nach dem Eingriff nicht mehr aktiv um die Verhütung einer Schwangerschaft kümmern müssen. Die Verhütung ist dauerhaft gesichert. Dabei ist die Sterilisation eher als risikoarm einzustufen. Nach der Operation müssen Sie sich keine Gedanken um die Nebenwirkungen von Hormonen oder der Spirale machen. Im Normalfall bleiben auch der Menstruationszyklus und Hormonhaushalt erhalten. Auch der Beginn der Wechseljahre verschiebt sich nicht.

Welche Nachteile und Risiken hat eine Sterilisation?

Zunächst muss man beachten, dass es sich bei der Sterilisation um einen operativen Eingriff handelt. Während und nach dem Eingriff kann es also, wie bei anderen Operationen, zu Komplikationen kommen. Es besteht das Risiko für Blutungen, Verletzungen von Blutgefäßen, Störungen der Wundheilung und Entzündungen. Auch die Narkose birgt stets Risiken. Es ergibt sich zudem ein erhöhtes Thromboserisiko. Nach der Sterilisation ist das Risiko für eine Eileiter- oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft erhöht. Hormonelle Veränderung sind selten können aber niemals vollständig ausgeschlossen werden.

Psychische Belastung durch Sterilisation

Die Entscheidung für eine Sterilisation sollte sehr gut überlegt sein. Frauen müssen absolut sicher sein, dass in Zukunft keine Schwangerschaft gewünscht wird. Es ist daher elementar, dass die Entscheidung ohne Druck und mit ausreichend Zeit getroffen wird. Zudem ist eine intensive Beratung sinnvoll.

Kritiker der Sterilisation bemängeln häufig, dass sich Gefühle und Meinungen später im Leben ändern können. Besonders bei jungen Frauen, die sich einer Sterilisation unterziehen kommt es leider in Einzelfällen zum unerfüllten Kinderwunsch im späteren Leben. Eine Sterilisation umzukehren ist in manchen Fällen möglich, aber sehr teuer. In der Regel ist die Unfruchtbarkeit jedoch endgültig. Dies kann möglicherweise zu einer psychischen Belastung führen. Als Frauenärztin kennen wir beide Seiten: Frauen, die sehr zufrieden mit der Entscheidung sind und solche, die den Eingriff möglicherweise bereuen. Es handelt sich hier um eine sehr persönliche und wichtige Entscheidung. Ob eine Sterilisation tatsächlich das richtige ist, können sie schlussendlich nur selbst entscheiden.

Noch Fragen? Frauenärztin in Düsseldorf hilft!

Das Thema Verhütung ist schwierig für viele Frauen. Was ist die passende Methode? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Im Blog haben finden Sie diverse Beiträge zu den wichtigsten Verhütungsmethoden. Aber natürlich ist ein Beratungsgespräch beim Frauenarzt nicht zu ersetzen. In unserer Privatpraxis in Düsseldorf können Sie alle Fragen stellen und so die passende Verhütungsmethode für sich finden. Wir beraten Sie gerne! Einfach kontaktieren und Beratungstermin vereinbaren.